Der Kammwind gerbt das dürre Laub,
Macht Braun und Ocker fadenschein,
Der Kranz verweht wie Elbenstaub,
Drum will das Werk erneuert sein.
Die Dörfler rings mit Kind und Greis
Gehn hoch, daß man die Maid verarz,
Zum Liebesdienen büschelweis
Die Au der Helme trifft den Harz.
In Eichenfaß und Gerstensaft
Die Questenfarben wiederkehrn,
Die Bauern wollen Rad und Schaft
Noch tausend weitre Jahre ehrn.
An mancher Felsenspitze klebt,
Was vorjahrs riß der Hagelschlag,
Doch was verlorn und abgelebt,
Gibt Hintergrund dem Ostertag.
Denn dies ist jeden Zeichens Kern,
Es bringt der Zeit, was sie bedingt,
So ist gesandt vom Questenstern,
Wer ihn in jeder Weis besingt.