Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Audio

Leserstimmen

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Unstrutleuchten. Erstes Buch«. Gedichte 2019   Vers 44066 bis 44098

AMMERN


I

Ammern, sattes Dorf und fast antik,
Kornmühl, Ölmühl und mit Kupferhammern,
Ringsum Neider, daß im Schwemmland lieg
Ammern.

Stein trotzt Sturm und jeglichen Entflammern,
Auch die Brücke sorgt nicht, daß sich bieg
Je ein Balken, der im Innern schwammern.

Also weiß man seit dem Sachsenkrieg,
Daß man hier sich rüstet vor Zerschrammern,
Denn die Tat führt immerdar zum Sieg
Ammern.


II

Ammern, mancher Plural und ein Nest,
An der Unstrut eines von den strammern,
Und so setzt sogar den Wandrer fest
Ammern.

Wohlgefügt, selbst in Gesindekammern,
Suchst du wohl vergeblich ein Gebrest,
Auch die Dielen haben keine Wammern.

Also sing im Süd, im Ost, im West,
Moskowitern oder Amsterdamern,
Daß der Gast nicht ohne Weh verläßt
Ammern.


III

Ammern, von Mühlhausen eingekauft,
Zugezognen gut wie den Entstammern,
Die ihrs leugnet, in der Unstrut sauft
Ammern.

Freilich fehlt es niemals an Verdammern
Und an Mob, der sich die Haare rauft,
Um sich an sein Vorurteil zu klammern.

Selten hab ich prächtiger verschnauft
Und auch fürder gibt es nichts zu jammern,
Wenn ihr Unstrutwanderer durchlauft
Ammern.